Winterreise nach Südfrankreich – wenn sich der Winter nach Frühling anfühlt

Patrik Pammer winterblog

Eine Winterreise nach Südfrankreich hat viele Facetten – für uns war sie vor allem eines: außergewöhnlich schön. Während in der Heimat graue Tage, Frost und kurze Stunden das Bild bestimmten, empfing uns Südfrankreich mit einer ganz eigenen, sanften Winterstimmung.

Die Nächte waren kalt und klar, oft begleitet von frostiger Luft, die sich still über die Landschaft legte. Doch jeden Morgen wurden wir belohnt: vom warmen Licht der aufgehenden Sonne, das den Horizont in goldene Farben tauchte und den Tag langsam zum Leben erweckte. Aber der Reihe nach…

Nach 12-stündiger Fahrt im Auto, stiegen die Temperaturen auf dem Boardtermometer mit gefühlt jedem Kilometer. Bei angenehmen Tagestemperaturen von 14 bis 15 Grad fühlt sich der Winter hier fast wie ein früher Frühling an. Spaziergänge am Meer, ruhige Stunden am Strand und lange Tage draußen waren selbstverständlich. Die klare Luft, das Licht und die Weite des Meeres schufen eine Atmosphäre, die entschleunigt und den Kopf frei macht – genau das, was man sich von einer Winterflucht erhofft. Gleich zu Beginn meiner Tour wusste ich, dass ich mich auf wenige Gewässer konzentrieren möchte. Akribisch suchte ich meine Plätze, probierte viel aus und war dabei immer darauf aus, mit attraktiven Baits die Fische schnell zu finden. Das de Einstand dann gleich so eine Perle sein sollte, damit hätte ich nie zu Träumen gewagt.

Ein ganz besonderer Höhepunkt dieser Reise war der Jahreswechsel in Cannes. Silvester am Strand zu verbringen, ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Vor uns das dunkle, ruhige Meer, über uns ein spektakuläres Feuerwerk, das sich im Wasser spiegelte – ein Moment voller Magie. Kein Trubel, kein Lärm, sondern einfach am Strand sitzen, den Wellen lauschen, die salzige Luft atmen und den Augenblick bewusst genießen. Es war einer dieser seltenen Momente, die sich tief einprägen und noch lange nachwirken.

Natürlich spielte auch das Angeln eine zentrale Rolle auf dieser Reise. Südfrankreich bietet eine beeindruckende Vielfalt an Gewässern und Spots, die es zu entdecken gilt. Flüsse und Seen, ruhige Morgenstunden am Wasser und neue Herausforderungen machten jeden Tag aufs Neue spannend. Besonders die frühen Stunden hatten ihren ganz eigenen Zauber: Nach einer kalten Nacht am Wasser zu stehen, die Rute in der Hand, während langsam die Sonne aufgeht und der Tag erwacht – für uns ist das kaum zu toppen.

Die ersten Fische der Tour ließen nicht lange auf sich warten. Ein großer Stausee, den ich zuvor schon einige Mal beangelt hatte, war in meinen Fokus gerückt. Viele Geschichten ranken sich um den See und viele seiner Bewohner könnten mittlerweile in anderen Gewässern ihre Bahnen ziehen. Dennoch ließ ich mich davon nicht abbringen und versuchte gleich mehrere Plätze mit einigen Händen Fruity Zing vorzubereiten. Gleich am ersten Tag lief mehrmals meine Rute ab, die Fische schienen so richtig auf die pinken Köder zu stehen! Viele lange und kampfstarke Schuppis wanderten in meinen Kescher.

Für mich war dieser Trip die perfekte Mischung aus Natur, Meer, Angeln, Bewegung am Strand die Seele baumlen lassen. Genau diese Kombination macht Südfrankreich im Winter für uns so einzigartig. Eine Reise, die zeigt, dass der Winter auch angenehm, warm und voller Leben sein kann – wenn man ihn am richtigen Ort erlebt.

Probierts mal aus!

Euer Patrik!