Den Bodenseekarpfen auf der Spur – von David Rosemeier

Den Bodenseekarpfen auf der Spur - mit David Rosemeier

Ab November wird es im Voralpenraum ruhig in Sachen Karpfenangeln. Zugefrorene Gewässer und schneebedeckte Ufer prägen wochenlang das Bild. Teamangler David Rosemeier nutzt diese triste Zeit, um den Bodenseekarpfen nachzustellen. Denn der größte See Deutschlands friert selbst bei anhaltender Kälte kaum je zu. Lassen wir ihn berichten:

Karpfenangeln am Bodensee

Wenn das Angeln an vielen Gewässern im Voralpenraum nicht mehr möglich ist, schlägt für mich die Stunde der Winterkarpfen am Bodensee. Für dieses Vorhaben suche ich mir gezielt geschützte Bereiche, in denen sich die Karpfen sammeln und zudem noch natürliche Nahrung finden.

Karpfenangeln am Bodensee.

Im Winter ist weniger mehr. Mein Futter ist dafür hochattraktiv, löslich und auch optisch ansprechend! Neben Mais, Groundbait und Baitmaster Liquid wandern auch 16-mm-Baitmaster-Boilies in den Eimer. Im klaren Wasser steigen immer wieder einzelne Bestandteile in der Wassersäule auf.

Biss nach kurzer Zeit: Kumpel Tobi ist schneller an der Rute und drillt zwischen Booten und Pfeilern einen wilden Bodensee-Schuppi. Genommen hat der Fisch übrigens einen gelben Pop-Up am Multi-Rig, der sich farblich perfekt den Maiskörnern anpasst!

Ein makelloser Schuppenkarpfen im Winterkleid. Ein Fisch, der wohl viele Geschichten erzählen könnte und vermutlich noch nie einen Haken gesehen hat! Das Karpfenangeln am Bodensee ist im Winter zäh und oft auch ergebnislos – für solche Momente zahlen sich die kalten Stunden aber allemal aus.

Schneebedeckte Ufer, klirrende Kälte – wenn an umliegenden Gewässern nicht mehr ans Angeln zu denken ist, hat man am Bodensee immer noch die Chance auf so manchen Ausnahmefisch!

Ein Koi-Schuppi mit weit über 20 Kilo gleicht sicherlich einem Sechser im Lotto. Wenn er zudem bei klirrender Kälte Anfang Februar beißt, ist die Freude natürlich riesig. Ein Ausnahmefisch, der für die Bodenseeregion absolut nicht alltäglich ist!