Anfang März zog es meinen Angelbuddy und mich nach Zentralfrankreich – ohne festen Plan, aber mit umso größerer Vorfreude auf die ersten Karpfen des Jahres. Die Natur befand sich noch im Übergang vom Winter zum Frühling, doch bei einer Wassertemperatur von rund 10 Grad war klar: Die Chancen standen gut, aktive Fische zu finden.
Überraschende Bedingungen am Wasser
Der ausgewählte Stausee präsentierte sich allerdings anders als erwartet. Hochwasser hatte die Landschaft deutlich verändert und große Uferbereiche überflutet. Doch genau solche Bedingungen machen den Reiz im Frühjahr aus – denn Karpfen halten sich häufig in diesen neu entstandenen Flachwasserzonen auf.
Mit unserer Unterwasserkamera machten wir uns gezielt auf die Suche nach Fraßspuren – und wurden schnell fündig. Besonders hinter den überschwemmten Wiesen sowie rund um überhängende Bäume konnten wir klare Aktivitäten erkennen.
Die richtige Platzwahl entscheidet
Diese Beobachtungen waren entscheidend für unsere Spotwahl. Statt wahllos zu angeln, konzentrierten wir uns gezielt auf die Bereiche, in denen wir zuvor Bewegung festgestellt hatten.
Gefüttert wurde bewusst sparsam: Pro Rute verteilten wir lediglich zwei bis drei Hände GLM-Boilies. Ziel war es nicht, die Fische zu sättigen, sondern ihr natürliches Suchverhalten zu triggern und sie aktiv auf unseren Spot zu lenken.
Strategie zahlt sich aus
Unsere Taktik ging voll auf. Bereits nach kurzer Zeit konnten wir die ersten Bisse verzeichnen. Im Laufe der Session gelang es uns, mehrere schöne Fische zu landen – darunter auch beeindruckende Exemplare mit Gewichten von knapp über 20 Kilogramm.
Fazit
Diese Tour hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, sich an die Gegebenheiten anzupassen und das Gewässer aktiv zu lesen. Gerade im Frühjahr können ungewöhnliche Bedingungen wie Hochwasser echte Chancen bieten – wenn man sie richtig nutzt.
Ein gelungener Start in die neue Saison und definitiv ein Trip, der Lust auf mehr macht.


